Der BMBF Forschungsschwerpunkt FSP-101 "Physik an der Teraskala mit ATLAS am LHC" ist ein Forschungsnetzwerk aus dreizehn deutschen Universitäten und Max-Planck-Instituten:
ATLAS – D Grid besteht Herausforderung der ersten Datennahme
Auf dem Treffen am 19.
und 20.7. in Zeuthen haben Vertreter der deutschen Grid - Zentren und der
Physikgruppen die ersten Erfahrungen mit dem ATLAS Computing in Deutschland
während der Datennahme ausgewertet. In den vergangenen Monaten hat sich die
Nutzung der Ressourcen am GridKa und insbesondere der Tier 2 - Zentren bei
DESY, dem MPI für Physik und den Universitäten Freiburg, Göttingen, München und
Wuppertal vervielfacht. Damit haben die deutschen Grid Zentren wesentliche
Beiträge zur Datenauswertung in ATLAS geleistet. Ihnen wurde, auch von
ausländischen ATLAS Kollegen, eine sehr hohe Zuverlässigkeit und Effektivität
bescheinigt.
Teilnehmer des Zeutherner Treffens
Insgesamt stehen an der deutschen Grid Zentren ca. 6000 cores und 4.5
Petabyte an Plattenspeicher zur Verfügung. Die GridKa Ressourcen wurden
durch eine spezielle Förderung des BMBF finanziert und die an den
Universitäten durch die Helmholtz Allianz ‚Physik an der Teraskala’.
Damit wurden ca. 20% aller ATLAS Jobs prozessiert und fast allen ATLAS
Physik – und Performance Gruppen steht in zentrale Datenspeicher zur
Verfügung. Insgesamt arbeiten ca. 25 Kollegen und Kolleginnen in
Deutschland am Betrieb des ATLAS Grids.
Anzahl der Analysejobs in den letzten fünf Monaten am GridKa und den Tier 2 - Zentren
Intensiv wurden in Zeuthen die Erfahrungen diskutiert, die bei der
ersten ATLAS Veröffentlichung zu Minimum Bias Daten, gemacht wurden.
Daran waren deutsche Gruppen stark beteiligt und für sie wurde auf
Ressourcen in Deutschland, vor allem der National Analysis Facility
(NAF) bei DESY, zugegriffen. Ein Ergebnis dieser Erfahrungen war die
Entwicklung eines Benchmark Tests, der jetzt an allen deutschen
Gridzentren laufen soll um die Physikanalysen zeitoptimiert durchführen
zu können.
Das Zeuthener Treffens hat weiter Maßnahmen beschlossen, um den Transfer
relevanter Daten an die deutschen Grid - Zentren besser zu organisieren
und zu beschleunigen, den Benutzern mehr Informationen über den Zustand
des Grids in Deutschland zur Verfügung zu stellen und die Auslastung
des vorhandenen Speicherplatzes zu optimieren.
Das Treffen zeigte, wie wichtig eine intensivere Kommunikation zwischen
den Computing Experten und den Physikgruppen ist. Ein weiterer Schritt
dazu soll auf dem ATLAS – D Treffen im September in Mainz gemacht
werden.